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Wilhelm Hausenstein Gesellschaft


Wilhelm Hausenstein (1882-1957) war einer der bedeutendsten Kunsthistoriker, Kunstkritiker, Kunstschriftsteller, Reiseschriftsteller, Essayisten, Erzähler und Übersetzer seiner Zeit; und nach dem zweiten Weltkrieg wurde er noch zum ersten Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Frankreich ernannt. Was er war und was er wollte, sollte nicht vergessen, sondern als Verpflichtung verstanden werden. Daher gibt es eine Gesellschaft, die seinen Namen trägt und in seinem Sinne wirkt.

‍Die Wilhelm-Hausenstein-Gesellschaft betrauert den überraschenden Tod ihres Gründers und langjährigen


‍Ersten Vorsitzenden, Dr. Johannes Werner.


‍In diesem Jahr wird die Gesellschaft 25 Jahre alt. Verbunden mit Tochter und Schwiegersohn Hausensteins als Nachlassverwalter des Diplomaten und Hornberger Ehrenbürgers, war eine Gesellschaft entstanden, die sich nicht nur regelmäßig mit den Schriften und dem Nachlass Hausensteins befasste, sondern es entstand eine lebendige Auseinandersetzung mit dem humanistischen Erbe eines Diplomaten der Nachkriegszeit, dem es gelungen war, aus einer Jahrhunderte langen Erbfeindschaft eine kulturelle Annäherung zu schaffen, die im 1. Elysée-Vertrag die Deutsch-Französische Freundschaft begründete. Dr. Werner begründete eine lange Reihe wissenschaftlicher Symposien, die im zweijährigen Rhythmus die wichtigen Fragen lebendiger Auseinandersetzung mit den Werken Hausensteins ermöglichte, in einer Zeit, die Humanismus und Diplomatie mehr denn je benötigt.


‍Fast zeitgleich erreichte uns die Nachricht vom Tod unsers langjährigen Mitglieds


‍Barbara Flach.


‍Frau Flach gehörte zum Urgestein der Gesellschaft. Sie war befreundet mit Renée-Marie Hausenstein, nahm an jedem Symposium bis ins hohe Alter teil und galt als Stimme der Münchner Mitglieder. Beherzt und mit klarem Verstand war sie Teil eines konstruktiven Ganzen, uneitel, aber selbstbewusst. Auch der gute Zustand der Grabstätte des Ehepaar Hausenstein auf dem Bogenhausener Friedhof in München ist ihr Verdienst. Das dortige Hausenstein-Gymnasium verdankt einen Teil seiner Hausenstein-Bibliothek einer Schenkung von Barbara Flach.


‍Wir verneigen uns vor der Lebensleistung unsere verstorbenen Mitglieder. Den Angehörigen gilt uns herzliches Beileid.


‍Im Namen der Wilhelm-hausenstein-Gesellschaft


‍Wolfgang Boeckh

‍Vorsitzender

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