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Bericht des Ersten Vorsitzenden Dr. Johannes Werner bei der Mitgliederversammlung am 28. Oktober 2008 in Hornberg

Meine Damen und Herren,
 
 als wir am 19. Oktober 2007 zu unserer bisher letzten Mitgliederversammlung zusammentraten, ging das Jahr schon zu Ende, in dem wir zugleich an den 125. Geburtstag und den 50.Todestag von Wilhelm Hausenstein erinnerten – uns erinnerten und andere erinnerten. Eine ansehnliche Reihe von Veranstaltungen lag schon hinter uns, drei standen noch aus (an den Wilhelm-Hausenstein-Gymnasien in Durmersheim und München sowie bei der Deutsch-Französischen Gesellschaft in Baden-Baden), die dann auch gut über die Bühne gingen. Unterm Strich lässt sich sagen, dass es uns in diesem doppelten Gedenkjahr gelungen ist, den Namensgeber unserer Gesellschaft nicht nur in Erinnerung zu rufen, sondern auch neu ins Gespräch zu bringen; auch dadurch, dass über unsere Veranstaltungen in der Presse und sogar im Rundfunk ausführlich berichtet wurde. Allen, die an diesen Veranstaltungen beteiligt waren, sei hiermit herzlich gedankt.
 Nach dieser Kraftprobe kam gleich die nächste auf uns zu; nämlich das nunmehr 6. Wilhelm-Hausenstein-Symposium, das wir heute hier eröffnen. Wie Sie wissen, heißt sein Thema ‚Literatur. Schreiben und Lesen’; und was es mit Wilhelm Hausenstein zu tun hat, und warum wir es gewählt haben, wird sich heute, morgen und übermorgen noch deutlich zeigen. Wir haben, wie Sie sehen, gleichsam einen bunten Blumenstrauß gebunden, aus recht verschiedenen Einzelthemen, die von recht verschiedenen Referenten aus nah und fern behandelt werden; Lesungen gibt es auch, Musik und manches mehr. Hier darf ich vorab allen Mitwirkenden herzlich danken, aber vor allem unserem Zweiten Vorsitzenden, Dr. Dieter Jakob, der das Programm maßgeblich vorbereitet hat, unserem Schatzmeister, Thomas Schwertel, der dafür sorgt, dass es uns – trotz durchweg freiem Eintritt – nicht in Schulden stürzt, und unserer Schriftführerin, Carmen Hafner, die mancherlei zu schreiben hat. Dass wir, als Vorstand, immer in Verbindung stehen, uns auch immer wieder hier in Hornberg treffen, muß eigentlich nicht eigens erwähnt werden.
 Pünktlich zu diesem Symposium sind auch wieder die Referate des letzten Symposiums im Druck erschienen: in einem zwar schmalen, aber schönen und gehaltvollen Bändchen, für dessen redaktionelle Betreuung wiederum Dr. Dieter Jakob zu danken ist. Auch diese Bändchen können nicht ohne einen kräftigen Zuschuß erscheinen, aber ihre Herausgabe gehört nun einmal, wie die Symposien selber, zu unseren satzungsgemäßen Pflichten. In ihnen ist für alle Zeiten nachzulesen, was bei den Symposien nur zu hören war und sonst wohl überhört würde und bald vergessen wäre.
 Dazu, dass der Name von Wilhelm Hausenstein gelegentlich genannt wird, trägt auch der Wilhelm-Hausenstein-Preis bei, den wir alljährlich für besondere Leistungen im Fach ‚Bildende Kunst’ vergeben, und zwar – doch nur, wenn solche Leistungen vorliegen – an den Wilhelm-Hausenstein-Gymnasien in Durmersheim und München sowie am Schwarzwald-Gymnasium in Triberg. In diesem Jahr ging der Preis an Katharina Schneider in Hornberg.
 Lassen Sie mich nach all dem Erreichten aber noch erwähnen, was wir noch erreichen sollten. Wir sollten als Gesellschaft nicht nur nicht schrumpfen, sondern wachsen; wir brauchen mehr, vor allem jüngere Mitglieder, um unseren Aufgaben auch in Zukunft gewachsen zu sein. Und wir sollten weiterhin versuchen, das umfangreiche literarische Lebenswerk von Wilhelm Hausenstein, das nur noch in Antiquariaten und Bibliotheken zu finden ist, auch einer heutigen Leserschaft wieder zugänglich zu machen. Wir werden nicht locker lassen. (Dieses literarische Lebenswerk ist übrigens, in seinem ganzen Umfang, in einer Ausstellung zu sehen, die wir, gleichsam als Vor- und Begleitprogramm zum Symposium, im Foyer des hiesigen Rathauses zeigen; sie wurde am 10. Oktober eröffnet und in der Öffentlichkeit, auch in der Presse, gut aufgenommen.)
 Wenn ich hier abbreche, dann nicht nur, weil ich gesagt habe, was zu sagen war, sondern auch, um uns und Ihnen noch eine Gelegenheit zu geben – wozu? Zur Vorbereitung und Vorfreude auf das 6. Wilhelm-Hausenstein-Symposium, das in einer guten Stunde drüben im Rathaus beginnt; dafür, dass es drüben beginnen (und nicht nur beginnen) kann, möchte ich der Stadt Hornberg mit ihrem Bürgermeister, Herrn Scheffold, hier schon einmal danken. Und dann danke ich natürlich noch Ihnen, die Sie gekommen sind und durch Ihr Kommen gezeigt haben, dass Sie zu denen gehören, die unser Tun erst möglich machen; also: vielen Dank.