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Bericht des Ersten Vorsitzenden Dr. Johannes Werner bei der Mitgliederversammlung am 21. Oktober 2005 in Hornberg

Liebe Mitglieder,

ist wirklich schon wieder ein Jahr vergangen, seit wir hier zur letzten Mitgliederversammlung zusammengetreten sind? Ja, es ist so; und damals gingen wir, wie immer voller Erwartung, von hier aus zur Eröffnung des letzten, 4. Wilhelm-Hausenstein-Symposiums, das sich die Frage nach den ‚Vorbildern’ stellte und im Rückblick als ein schöner Erfolg verbucht werden kann. (An dieser Stelle geht auch ein Dank an die Stadt Hornberg, die, mit ihrem Bürgermeister Siegfried Scheffold an der Spitze, diesen Erfolg ermöglicht hat.) Ich habe im letzten Mitgliederbrief von den durchweg guten Noten, die wir bekamen, die eine oder andere zitiert.

   Im selben Brief habe ich Ihnen auch schon das nächste, nächstjährige, 5. Wilhelm-Hausenstein-Symposium angekündigt, das dem Thema ‚Orient und Okzident’ gewidmet sein wird und mit dessen Planung und Vorbereitung wir derzeit schon sehr beschäftigt sind. (Es war auch das Hauptthema der Vorstandssitzung, aus der wir gerade kommen.) Wie ich ebenfalls im Mitgliederbrief schrieb, geht es uns um die kulturelle Begegnung, auch gegenseitige Bereicherung von Ost und West, ganz im Sinn von Goethes Worten: „Wer sich selbst und andre kennt, |Wird auch hier erkennen: |Orient und Okzident |Sind nicht mehr zu trennen“ (Aus dem Nachlaß zum west-östlichen Divan). Und was die Zusammenstellung der Vorträge und des Begleitprogramms betrifft, so halten wir uns auch hier weiterhin an Goethes Wort: „Wer vieles bringt,| Wird manchem etwas bringen“ (Faust, Vorspiel auf dem Theater). Die Hoffnung darauf, dass wir auch die Finanzierung sichern können, nahm ich aus einer Sitzung mit, an der ich, für die Wilhelm-Hausenstein-Gesellschaft und den Wilhelm-Hausenstein-Gedenkraum, am 15. September 2005 in Karlsruhe teilgenommen habe und in der uns das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Baden-Württemberg eine entsprechende Förderung in Aussicht gestellt hat. 

   Aber ich wollte Ihnen ja nicht so sehr von dem sprechen, was hoffentlich sein wird, als vielmehr von dem, was war. Wir haben weiterhin versucht, Leben und Leistung von Wilhelm Hausenstein ins Gedächtnis zu rufen und ins Gespräch zu bringen. Wir haben an den Gymnasien in Triberg und in Durmersheim den Wilhelm-Hausenstein-Preis verleihen können. Im Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium in Durmersheim hat eines unserer Mitglieder, Rosemarie Binger, im Rahmen der Volkshochschule des Landkreises Rastatt drei Veranstaltungen durchgeführt, bei der wir, die Wilhelm-Hausenstein-Gesellschaft, als Mitveranstalter in Erscheinung traten, nämlich am 29. April 2005 ein Klavierkonzert mit dem ‚Trio Favori’, am 3. Juni ein weiteres mit Luis Angel Martinez aus Santander und erst kürzlich, am 13. Oktober, einen festlichen Abend, bei dem auf hohem Niveau musiziert und rezitiert wurde und bei der auch eine Kopie der Büste von Wilhelm Hausenstein enthüllt wurde, die im hiesigen Stadtmuseum steht; eine exzellente Kopie, die eines unserer Mitglieder, Professor Klaus Ringwald, gefertigt hat und mit der das Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium in Durmersheim von nun an den ehrt und würdigt, dessen Namen es trägt. (Das Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium in München hat schon vor Jahren dasselbe getan.)

   Als weiterer Schritt in diese Richtung wäre wohl die Biographie von Wilhelm Hausenstein zu nennen, die der Erste Vorsitzende der Wilhelm-Hausenstein-Gesellschaft verfaßt und veröffentlicht hat, die aber mit der Gesellschaft sonst nichts, auch finanziell nichts zu tun hat. Gleichwohl ist zu hoffen, dass das Buch das Interesse an Wilhelm Hausenstein wecken und beleben wird; und es wäre schön, wenn Sie, liebe Mitglieder, ihm, dem Buch, dabei helfen würden.

   Auch darf ich noch auf unsere Homepage www.wilhelm-hausenstein.de aufmerksam machen, die – dank unserem Mitglied Michael Pohlig – immer auf dem neuesten Stand ist und durch die schon manche den Weg zu Wilhelm Hausenstein und zu uns gefunden haben.

   Vieles wurde also getan, vieles ist noch zu tun. Vor allem wäre zu wünschen, dass, gleichsam im Kielwasser der Biographie, das eine oder andere Werk von Wilhelm Hausenstein wieder auftauchen, wieder ans Licht gebracht werden könnte. Immerhin – und hier nenne ich unsere Mitglieder Peter Reuss, Laurence Blanc und Kerstin Bitar – lässt sich sagen, dass Wilhelm Hausenstein inzwischen auch wissenschaftlich wahrgenommen und ernstgenommen wird.

   Vieles wurde getan – aber nur weil Sie, liebe Mitglieder, uns durch Ihre Mitgliedschaft, und vielleicht auch darüber hinaus, unterstützt haben; ich danke Ihnen, und ich danke hier auch denen, die mit mir den Vorstand bilden, von Anfang an und bis zur Wahl im nächsten Jahr: Dr. Dieter Jakob, Thomas Schwertel, Carmen Hafner, Werner Hafner, Friedrich Hitzer, Alexander Schwarz. Vieles ist noch zu tun, und wir werden uns bemühen, es zu tun.